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Lyrisches

Das Fest

Zypressen

Wir feiern ein Fest.
Des Nachts im Lavendel
bei Glühwürmchenlicht.
Die Milchstraße
fällt uns auf den Kopf
und Satelliten
streifen uns durchs Haar.

Ab und zu
explodiert ein kleiner Stern
und verglüht schweigend
über den Wipfeln
der Zypressen.

Immer dann
darfst du mich küssen.

Die Zeit der Wunder

Die Zeit der Wunder
ist vorbei, sagst du.
Vernunft regiert.

Brunnen2
Und doch: ich gehe
durch ein grünes Land.
Die Ufer unerschlossen,
die Tiefen unerforscht.
Kein Weg, außer dem,
den ich gehen will.
Gefahr? Bedrohung?
Ich bin der Weg.
Und ich bin nicht verschieden
von dem Grün.
Dieses Land endet,
wenn ich aufhöre zu gehen.
Dieser Weg führt dorthin,
wohin ich gehen will.
Denn hier:
regiert die Sehnsucht.

Die Umarmung…

Aquarell

Und als wir so lagen
so umschlungen wie es nur ging
Haut an Haut

trommelte der Sturm die Tropfen
auf das Blechdach
und wir lauschten dem Wasser
wie es in den Fallrohren stürzte

Der alte Hund zu unseren Füßen
atmete schwer und seufzte im Schlaf

Und in den Nachhall dieses Seufzers hinein
erzählte er mir mit weicher Stimme
die Geschichte des wilden wilden Meeres in mein Ohr

Von der Unerbittlichkeit all dessen
was geschehen würde

Und meine Furcht verschwand
Wie er verschwand

Ich dachte
das Meer würde ihn umarmen
Aber das war falsch
Er umarmte das Meer

 

Zerbrechlich…

Stormbird

Zerbrechlich –
und doch
erlebt der Vogel
im Sturm seinen Höhenflug

Waves…

Welle2

Meer

Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren

und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen

Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen nur Meer
Nur Meer…

Erich Fried

Welle3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welle13

Welle5

Welle7

Welle1

 

Priesterin

hr15rot

Allein.

Er ist gegangen.

Nein. Nicht gegangen. Er verschmolz mit dem Wald  auf der Lichtung zwischen den rostroten Bäumen, die Blätter regnen.

Wie trommelnder Regen fallen die Blätter. Als wolle der Wald sich entlauben und aufgeben. Jetzt. Gerade jetzt.

Der Lärm lockt die Trolle hervor, die mit blutigen Mäulern schnüffelnd seine Spur aufnehmen.

Sie werden ihn nicht bekommen. Sie nicht. Ich nicht.

Es ist die Zeit, in der die Spinnfäden frei im Wind schweben und die Schirme der Pilze so dünn sind, dass die Sonne durch sie hindurch scheint.  Eine trügerische Zeit.

Meine Hand umklammert das alte Messer, mit dem ich ihn freigab.

Sein Atem ist noch in meiner Halsbeuge, seine graue Hand, blutig von der Trennung, umfasst noch meine Brust.

Der Wald feiert unser Ende mit einer glutroten Pracht, die ich nicht ertrage.

Meine Seele schreit nach ihm. Aber die erbarmungslosen Mächte seines Hains fauchen mich an wie ein tollwütiger Bär.

Seine Brust tropft von Schweiß, sein Herz hämmert im Rhythmus seiner Hufe. Er rennt. Das Dickicht schließt sich um ihn und um das Blut an seinen Flanken. Er rennt.

Und sein Schmerz feiert das Teilen, das Erbeben, die Macht. Feiert das Leben.

Sein Leben, das meines war für eine kurze Zeit. Die Mondsichel auf meiner Stirn pulsiert.

Ich bete.

Allein.

The Lost Key…

The Lost Key

Du sucht –  an den Rändern des Weges , inmitten der Wiesenblumen, zwischen den jungen Blüten, unter den allen Bäumen des Walds, unter dem alten Laub… Aber bist du sicher, das dies der Weg nachhause ist?

Und wenn du ihn findest, den Schlüssel –  an den Rändern des Weges , inmitten der Wiesenblumen, zwischen den jungen Blüten, unter den allen Bäumen des Walds, unter dem alten Laub, wird er die Tür aufschließen, hinter der du deine Träume wähnst? Und ist dies die Tür, die du öffnen wolltest? Ist dies die Tür, hinter der du wohnst willst?

Und wenn er dir verborgen bleibt, wenn deine Hand sich nicht um ihn schließt, wenn er für immer verloren ist, der Schlüssel – an den Rändern des Weges , inmitten der Wiesenblumen, zwischen den jungen Blüten, unter den allen Bäumen des Walds, unter dem alten Laub, wohin wirst du gehen?

Träume! Fühle das sonnengewärmte alte Metall des Schlüssels in deiner Hand, an deiner Haut, atme den Geruch nach Blut und Eisen, lass deine Hand über das raue Holz des Portals gleiten und höre im Geiste das Scharren der Tür auf den Dielen. Alles ist schon da, du hast es längst gefunden – an den Rändern des Weges , inmitten der Wiesenblumen, zwischen den jungen Blüten, unter den allen Bäumen des Walds, unter dem alten Laub. Öffne nur dein Herz und komm endlich nach Haus…

Der Nachhall des Seufzers…

Und als wir so lagen,

so umschlungen wie es nur ging,

Haut an Haut,

trommelte der Sturm die Tropfen auf das Blechdach

und wir hörten das Wasser in den Fallrohren stürzen.

Der alte Hund zu unseren Füßen atmete schwer

 und seufzte im Schlaf.

Und in den Nachhall dieses Seufzers hinein,

erzählte er mir mit weicher Stimme

die Geschichte des wilden, wilden Meeres

in mein Ohr.

Von der Unerbittlichkeit all dessen,

was geschehen würde.

Und jede Furcht schwand.

Wie er verschwand.

Ich dachte, das Meer würde ihn umarmen.

Aber das war falsch.

Er umarmte das Meer.

BAM10

November…

Idyll im Nebel

Als wären alle Lieder schon gesungen
und alle Klagen längst geklagt,
fasst er dich sanft an mit Vergänglichkeit.
 
Ein grauer Wind weht aus dem Nichts,
durchkämmt mit harten Fingern Laub nach Tod
und schickt ein Weinen durch das Tannenholz.
 
Der Traum von Eiskristall und Pfefferkuchen
erstickt in dumpfem Dunst von altem Obst.
Verdreht, zerfetzt der Klang von Kirchenglocken,
die Hoffnung fordern von den Geistern,
die zu müde sind.
 
Auf meiner Hand zergeht wie dunkelroter Samt
das letzte Rosenblatt.
 

Nebeneinander…

Du willst ein Haus.
Und ich will ein Haus.
Wir sollten sie nebeneinander bauen.
Das würde uns das Leiden ersparen, Geliebter,
unter einem Dach mit uns zu wohnen.

Die Nacht ist hell. Die rennenden Hunde verschmelzen mit ihren langen Schatten mit der endlosen Bewegung der Welt. Alles ist ununterbrochen unterwegs. Alles verändert sich ständig, fließt, unaufhaltsam. Es gibt keinen Ort, an dem wir ankommen und für immer geborgen und sicher sind. So fest wir die Mauern unseres Hauses bauen und die Fenster verschließen – dann ereilt uns das Unheil von innen, aus uns selbst heraus. Die Welt ist ein gefährlicher, faszinierender Ort. Nur wer sich mit ihr bewegt, verhindert für eine kleine Weile, dass diese teilnahmslose, barmherzig-unbarmherzige Welle ihn überrollt.

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