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Flora Incognita

Spazieren gehen heute

Spazieren gehen hat sich ja in Corona Zeiten zu einem Hobby entwickelt, das – sehr zu meinem Leidwesen – auch meine geheimsten Wald- und Wiesenwege füllt.

Ist ja auch was Tolles. Zurzeit etwas gefährlich, da Mountainbiken in einem noch weit größerem Maße zugenommen hat. Kein Mensch kann Hunde in der Zeitspanne zu sich rufen, in dem sich Mountainbiker auch auf schlechteren Wegen von hinten nähern. Da wird z.B. der in Teilen mit altem Kopfsteinpflaster bestückte Feldweg, die Hohe Straße, ein alter Handelsweg, bei feuchtem Wetter zu einer echten Herausforderung für „normale“ Radfahrer. Mountainbiker pflegen hier mit schleuderndem Hinterrad im Affentempo an Hunden und Menschen vorbei zu brausen, dass die Steinchen fliegen.

Hatte ich schon erwähnt, dass kein Covid 19 zu haben noch nicht unsterblich macht? Scheint sich nicht überall herum gesprochen zu haben. So gibt es, statistisch gesehen, auch eine drastisch erhöhte Anzahl an Fahrradunfällen.

Ich möchte aber zur Ehrenrettung aller Fahrradfahrer (zu denen ich auch gehöre) mal die 12er Gruppe Normalo Radfahrer (war bestimmt ein seeehr großer Haushalt) erwähnen, die neulich ihren Pulk auflöste und in Zweiergruppen an uns vorbei zog, wobei sich jede Zweiergruppe einzeln bei uns bedankte (dass wir nicht unsere große schwarze Deutsche Dogge Paul auf sie losgelassen hatten)😁😁.

Zurück zur Natur, die sich von Renn- und Mountainkbike-Fahrern eh nur wie eine verschwommene Kulisse wahrnehmen lässt.

Darf es ein Blümchen mehr sein?

Für den flora-interessierten, aber nicht sehr -beschlagenen Spaziergänger, Hundegassigeher und Wanderer stellt sich gerade in der Wachstumszeit dann doch öfter die Frage: Und was ist nun das?

Übergehen wir die beliebte Diskussion über Gerste oder Roggen (lässt sich an der Ligula unterscheiden) und bleiben bei den Wildpflanzen, Blumen, Büschen, Gräsern, Bäumen.

Nach Gänseblümchen und Löwenzahn wird es da oft schon eng.

Weiterhelfen kann man sich da unterwegs mit der App Flora Incognita. Lässt sich in den entsprechenden App Stores finden, kostet nichts, braucht auch gar nicht viel Platz.

Screenshot_20200523_155049_com.floraincognita.app.floraincognita

 

 

 

 

 

Ich habe mit Hilfe der App auf einer einzigen Wiese neulich über 20 Blumenarten identifiziert. So weit muss man es ja nicht treiben, aber so ein/zwei Blümchen dürfen es pro Ausgang dann doch sein. Muss man ja nicht alles gleich im Kopf behalten.

Beispielsweise wollte mir der Name der Pflanze nicht mehr einfallen, die zurzeit reichlich bei uns an den Feldrändern wächst. FI2

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Ich wusste, dass man sie in der Küche verwenden konnte. Also: fix ein Foto von oben gemacht und die App wusste Rat: Borretsch, auch Gurkenkraut genannt. Gleichzeitig gibt die App Hinweise zu Vorkommen, Giftigkeit und möglichem Verwendungszweck.

Hier am Beispiel der Magerwiesenmargerite.

Screenshot_20200525_085906_com.floraincognita.app.floraincognita                     Screenshot_20200525_085841_com.floraincognita.app.floraincognita

Die App fügt den Standort des Fundes ihrem Wissen hinzu.

Alle seine Funde kann man in der App auch als Sammlung sehen und dort auch nachschlagen, was man wieder vergessen hat.

Screenshot_20200525_085918_com.floraincognita.app.floraincognita Mir gefällt die App sehr. Ich kann den Pflanzen, die ich entdecke und fotografiere jetzt einen Namen geben.

Das nenne ich auf leichte Art schlauer werden.

 

 

 

 

 

 

Dann fand ich noch diese winzigen Blüten, die im Moment große Flecken in den Wiesen mit einem rostigen Orange füllen.

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Die App wusste gleich Bescheid und warnte mich: Nicht anfassen und schon gar nicht hinterher in die Augen reiben! Sämtliche Teile der Zypressen Wolfsmilch sind stark giftig, vor allem ihr Saft. Giftnotruf wird auch gleich angegeben.

Die App Flora Incognita bekommt bei mir als Nicht-Biologe, Ahnungslos-Spaziergänger und Fotograf 5 von 5 Punkten.

Die fanatischen Mountainbikern unter meinen hochgeschätzten Followern bitte ich für den kurzen Ausraster um Verzeihung und entschuldige mich schon mal für den Rest des Sommers dafür, dass wir immer so blöd im Weg stehen.

 

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