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Ein Stein für ein Lächeln

Tausche Stein gegen Lächeln. Ein freundliches Motto, ein liebenswerter Trend, der wie so viele aus den USA stammt. Dort begann 2015 jemand mit dem „Kindness Rock Project“.

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Wie das funktioniert?

Suche einen Stein. Schaue ihm in sein Steinherz und frage ihn, was er werden möchte. Das macht Spaß.

Dann bemale ihn. Mach ihn zu einem Drachen, einem Mandala, einem Zwerg, einer Blume, einer Botschaft. Das macht noch mal Spaß.

Dann geh und wilder ihn aus. Such für ihn eine Stelle, an der er gefunden werden kann. Das macht auch Freude.

Dann wird der Stein gefunden: von einem Kind, einer Mutter, einem Hundespaziergänger, einem Jogger, dem örtlichen Jäger, dem gestressten Feierabend Einkäufer. Und die freuen sich dann schon wieder.

Wenn sie sich ganz toll freuen und Facebook haben, gehen sie auf die Adresse, die auf der Rückseite des Steins angegeben ist. Und posten ihren Fund. Dann freut sich der Steinbemaler und Auswilderer.

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Der Finder kann den Stein natürlich behalten. Oder er wildert ihn wieder aus. Beim Joggen z.B. oder beim Einkaufen. Das macht Spaß. Und dann findet ihn jemand und freut sich.

Wie ihr seht, ist da eine ganze Menge Spaß und Freude an der Strecke.

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Ein freundliches Monster ausgewildert auf dem Pfosten einer Pferdekoppel

Und manche Steine gehen auf die große Reise. Von Kiel nach München. Von Burgdorf nach Pakistan. Von Passau nach Thousand Oaks in Kalifornien.

Angefangen hat es in Deutschland ganz hoch im Norden. Mit den „Küstensteinen“. Jetzt gibt es überall im Land die FB Gruppen: Die Wandersteine, die Elbstones, die Allersteine…

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Manche Steinemaler sind wahre Künstler. Was man da finden kann, ist oft mehr als marktfähig. Andere Steinemaler sind Kinder. Oder Sprüchemacher.

Meine Gruppe heißt „SteinReich Wetterau“. Aber alternativ könnte ich in weiteren drei regionalen Gruppen hier im Umfeld sein. Oft findet man die nur durch die Adresse auf den Steinen.

Für mich Outdoorfreak sind die Winterabende zu lang und zu dunkel. Zeit zum häkeln, mehr backen, Fotos sortieren, mit Photoshop spielen und und Steine bemalen eben. Beim Hörbuch hören, Fernsehen …  den Händen etwas zu tun geben.

Ausgewildert werden sie beim Hundespaziergang oder beim Einkaufen.

Ich kann überhaupt nicht malen. Nicht die Bohne. Aber das macht gar nichts. So lange die Steine nur freundlich sind.  Oder spannend. Oder witzig. Oder einfach liebenswert.

Ich habe ein paar „Miro-Steine“ gemalt. Und ein paar Birdies. Und einen Stein aufgefrischt, den ich vor Jahren mal als Boxenstein für mein Pferd gemalt hatte. Mit einem Pferd natürlich.

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Alles geht. Was einem gerade einfällt. So wird der Winter etwas bunter.

Und: In Zukunft draußen Ausschau halten noch Farbtupfern in der jetzt kargen Landschaft. Oder auf dem Dorfbrunnen, dem Stromkasten und im Einkaufswagen. Vielleicht stolpert auch ihr über einen freundlichen Stein.

Auswildern nicht vergessen!

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4 Antworten auf „Ein Stein für ein Lächeln Hinterlasse einen Kommentar

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