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Monumente und Demut

Ich schreibe keine Reiseberichte. Bilder von den Sehenswürdigkeiten dieser Welt gibt es genug. Da muss es schon eine besondere Perspektive sein, ein seltener Augenblick, eine glückliche Konstellation.

Diese Reise liegt schon ein paar Jahre zurück. Die Bilder fielen mir beim Katalogisieren in die Hände.

Ich bin gut herum gekommen auf dieser Welt. Zu den unvergesslichsten Eindrücken gehört die Einfahrt ins Monument Valley. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte.

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Eigentlich waren wir in Texas, um eine Rinderherde über die Berge zu treiben. Utah war ein Abstecher, mal eine Sehenswürdigkeit mitnehmen …

Ich war vom ersten Moment an überwältigt, diese Landschaft fasste mich an, nahm mich gefangen.

Durch unsere Pferde Connections kamen wir in Kontakt mit einem  Navajo Führer. Er ritt mit uns zwei Tage lang bei 40 Grad tief hinein ins Navajo Land, vollkommen abseits der Touristenpfade.

Da war niemand mehr außer uns, der Landschaft, der Stille und dem Himmel.

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Behütet, mit langen Ärmeln, Chaps gegen die raue Vegetation und literweise Wasser in den Packtaschen ritten wir mit den zähsten Pferden, die ich je kennengelernt habe über  Bergpfade hinauf, Steilhänge hinunter, rasteten am Fuße von monumentalen Felswänden und schwiegen. Hauptsächlich schwiegen wir.

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Felszeichnungen, Indianerfriedhöfe, freilebende Pferde, sehr alte verlassen Hütten in der Mitte vom Nichts. Und immer wieder: Felsen und Himmel.

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Mich machte Monument Valley demütig. Hier inmitten roter Erde, schroffer Felsen aus einer anderen Zeit dieses Planeten, staubige Hitze einatmend ist man einfach nichts. Nur ein Krabbeltier, das sich in den Ritzen der Felsen im Schatten zu verstecken sucht.

Nach zwei Tagen stellten wir die Pferde in die Corrals zurück, gönnten uns einen Whisky aus unserem Gepäck (Alkohol gibt keinen im Reservat) und verbrachten eine Nacht im einzigen Motel. Im John Wayne Museum neben dem Motel schauten wir uns an, an welchen Schauplätzen im Valley die Filmcrew gedreht hatte und ließen John Waynes Original Stimme uns in eine schwarz weiße Version der Gegend entführen. Ein würdiger Abschluss für einen heißen Ritt.

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