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Reif …

Bald ist die Pracht vorbei! Mit dem reifen Korn werden auch die blühenden Ränder dem Mähdrescher zum Opfer fallen.

Schnell noch ein paar Bilder einfangen, dachte ich heute Morgen.

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Und heute Nachmittag – war es dann vorbei. Gerade eben wurde das erste Feld gemäht.

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3 Antworten auf „Reif … Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ja..leider, so wie es aussah, waren schon bald die Blumen vom Wegesrand verschwunden. Ich bin auf dem Lande aufgewachsen und holte mir im Sommer immer Kornblumen von den Feldern. Damals war die Landwirtschaft noch nicht industrialisiert und auf den Feldern wuchs schon gar kein genmanipuliertes Getreide, dass gegenüber Glyphosat resistent ist. Damals war alles noch naturbelassen. Naja..will nicht in die Verklärung abgleiten. :D. Aber Natur bleibt eben Natur und dem Chemieunterricht habe ich in Erinnerung behalten, dass anorganische Stoffe nix für organische Stoffe sind. Sie stehen sich die Feuer und Wasser gegenüber.
    LG Ostseemaus

    • In unserer ländlichen Großgemeinde haben Jäger und Landwirte in einer konzertierten Aktion dieses Jahr Blumenfelder eingesät. Überall zwischen den Getreide und Maisfeldern gibt es Streifen mit blauen, roten oder gelben Blumen. Das Hofgut hat die Erlaubnis für den Mohnanbau eingeholt und präsentiert entlang der Eingangsstraße zum Dorf „Papaver somniferum“, violetten Schlafmohn in riesigen Feldern. Es folgen zwei große Felder voller Sonnenblumen. Die Randstreifen der Straßen und Fahrradwege sehen aus wie Bauerngärten mit mannhohen Gräsern und Blüten. Die Gänseherde des Dorfes wird Abends von einem Hirten eine Stunde spazieren geführt, bevor sie in ihren riesigen wilden Garten mit großem Naturteich zurück geführt wird. Hier leben Ziegen und Schafe unter alten Obstbäumen und die Färsen alter Kuhrassen spielen auf ihren Wiesen. Der kilometerbreite Streifen zwischen Autostraße und Fahrradweg bis zum nächsten Dorf wird nur noch extensiv bewirtschaftet. Überall werden kleine Feuchtbiotope angelegt und die Frösche quaken die ganze Nacht. Bienenstöcke stehen auf jeder zweiten Weide und überall im Dorf kann man Honig kaufen. Ich kaufe Eier von Hühnern aus der Nachbarschaft und der örtliche Rewe verkauft Schafskäse und Joghurt von unserem Schafbauern. Die Milch kommt frisch von der Kuh aus dem Milchautomat und die Dorfkneipe verkauft nur selbstgebackenen Kuchen und Eis vom Milchbauern. Wir backen mehrmals im Jahr Brot im Backhaus und wenn ich mein Brot in meiner Küche backe, geht eines immer an einen Nachbarn (wir sind nur zu zweit im Haushalt).
      Hier leben alle mit ihrem Herzen auf dem Land. Klar sind nicht immer alle dabei und es gibt so viele unterschiedliche Typen und Bedürfnisse wie überall. Aber es wird so viel getan, so viel Anstrengung und Mühe und Engagement steckt dahinter, hier die Dörfer und ihre ländliche Umgebung in jedem Sinne anziehend zu gestalten. Und es klappt!

  2. Hallo Ola,
    wie du die Lebensform in deinem Dorf und Umgebung beschreibst, fühle ich mich wieder in die Zeit von damals zurück versetzt. Genauso haben meine Eltern auf dem Dorf gelebt. Ich hoffe, dass das Beispiel bei euch Schule im ganzen Land macht. Es wird wieder eine blühende Landschaft entstehen, wenn alle dran bleiben.

    In meinem alten Dorf ist von der Landwirtschaft nicht mehr viel zu sehen. Sie gibt es, klar, aber es läuft heute alles anderes ab. Hühner und anderes Gefieder habe ich dort nicht mehr gesehen. Hühner, Enten und Gänse gehörten ja damals zum Dorfbild dazu, genau so wie die Geräuschkulisse von bellenden Hunden und quakenden Fröschen und laufenden Motoren der Traktoren. Das Froschkonzert war das erste, was in der Stadt vermisst habe.

    Vielen Dank für die umfassende Beschreibung über Natur und das Zusammenleben der Menschen mit der Natur in deinem Lebensraum. War schön zu lesen.

    LG Ostseemaus

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