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Das grüne Land

Grünes LAnd.jpg

Grünes Land – Frühling

Die Zeit der Wunder
ist vorbei, sagst du.
Vernunft regiert.
Und doch: ich gehe
durch ein grünes Land.
Die Ufer unerschlossen,
die Tiefen unerforscht.
Kein Weg außer dem,
den ich gehen will.
Gefahr? Bedrohung?
Ich bin der Weg.
Und ich bin nicht verschieden
von dem Grün.
Dieses Land endet,
wenn ich aufhöre zu gehen.
Dieser Weg führt dorthin,
wohin ich gehen will.
Denn hier:
regiert die Sehnsucht.

 

Grünes Land – Winter

Die grauen Zeiten
werden länger.
Jahr um Jahr.
So lange,
dass du fast vergisst.
Wenn dann das Beben
unter deinen Füßen ist,
die Welt mit Macht
das Grün gebiert.
Erschrickst du.
Und in all dem Staunen,
dem Ertrinken
in dem grünen Rausch
weißt du es doch:
Es nährt dich nicht.
Es zehrt von dir.
Und du begreifst:
Die Zeit des Gebens
ist gekommen.
Denn du
bist nicht verschieden
von dem Grün.

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