Ein Märchenbuch. Hans Christian Andersen in einer Druckausgabe von 1954. Mit Bildern, die wir heute wohl nicht alle als kindgerecht beschreiben würden. Passend zu den oft sehr bösen und doppeldeutigen Geschichten. Und oft so traurig, dass sie einem die Tränen in die Augen treiben.

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Eigentlich sind es Märchen für Erwachsene. Wer sich darauf einlässt, geht auf eine abenteuerliche Reise.

Ich fand das Buch ziemlich zerfetzt in meinem Buchbestand. Und entschloss mich, es restaurieren zu lassen. Nach wochenlangem Warten kam es in meine Hände zurück.

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Es lohnt sich zurückzukehren zu den Geschichten, die wir alle erinnern, aber große Teile davon vergessen haben. Auch wenn es in einer weniger bildreichen Ausgabe ist.

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Die kleine Seejungfrau. Die Prinzessin auf der Erbse. Das hässliche Entlein.

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Die Galoschen des Glücks und das Mädchen mit den Streichhölzern: „Da ging nun das kleine Mädchen auf den nackten zierlichen Füßchen, die vor Kälte ganz rot und blau waren. In ihrer alten Schürze trug sie eine Menge Schwefelhölzer und ein Bund hielt sie in der Hand. Während des ganzen Tages hatte ihr niemand etwas abgekauft, niemand ein Almosen gereicht.“

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Vom Sohn eines Schuhmachers zum gefeierten Schriftsteller. Seine Biographie ist ein Märchen an sich. Seine Geschichten haben keine Zeit. Sie sind so hoffnungsvoll wie verzweifelt. So traumhaft liebenswert wie kalt und böse. Immerdar gültig.

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Ich habe für eine Weile die Zeit vergessen.  Und mich verloren in den Erinnerungen an Kindheit und den schlichten bald tröstenden, bald bitteren Wahrheiten seiner Geschichten.

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