NordenHusumDruck

…ist für Eingeschworene keine Frage. Für Nichtwisser  und Nichtversteher der pure Graus. Mit gefühlten minus 12 Grad schlägt der Seewind dir den Sand um die Ohren. Statt freundlichen, blaugrauen Nordseewellen erwarten dich schmutziggraue, schaumige Wogen, die an eisigen, scharfen Abbruchkanten enden. Von wegen Salzwasser friert nicht. Meer, Sand und Wind türmen meterhohe Eisschollen am Strand auf. Beim Spazierengehen darauf achten, dass der Wind dir auf dem Hinweg ins Gesicht bläst. Auf dem Rückweg hältst du das nicht mehr aus. Und Schlick bleibt Schlick. Barfuß mag der gesund sein. Unter den Gummistiefeln wird er zur gefährlich glatten Falle. Die windschiefen Bäume auf den grauen Feldern der Küste verbreiten kahl ihre ganz eigene Tristesse. Das muss man mögen. Tu ich. Weil 1. schmecken Rumgrog und Pharisäer eigentlich überhaupt nur nach einem Winterspaziergang an der Küste. 2. dürfen wir unsere Hunde am Strand toben lassen. 3. sind außer wenigen Gleichgesinnten üüüberhaupt keine Touris unterwegs. Nordsee ganz für mich allein. 4. kann man nach strapaziösen Spaziergängen viel mehr Scholle und Krabben mit gutem Gewissen essen. 5. darf man endlich mal die megagroße Sonnenbrille tragen, ohne dass die Sonne scheint. Nämlich gegen den Wind. Machen hier alle. 5. gibt es täglich immer irgendwie, irgendwo ein Stück blauen Himmel. Garantiert pustet der Wind Löcher in die Wolken. 6. Bleibt Schnee nur ganz selten liegen, weil der Wind ihn gleich wieder weg bläst. 7. Wird bereits am 21. Februar der Winter vertrieben. Mit den riesigen Biikefeuern, die dann an der ganzen Küste entlang ihre Flammen in den Himmel werfen. 8. haben die Schafe im Winter viel mehr Wolle. 9. wer fährt schon nach Mallorca?

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