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Ein großes Herz oder warum manche Liebe wehrhaft macht!

Dieser Artikel ist über Tiere und Menschen, über Gemeinden und Steuern, über eine Liebe und einen Kampf, über Persönlichkeitsbildung und Politik. Und er ist so lang wie das Thema komplex ist.

Die junge Journalistin, die gerade ein Interview in einem hessischen Pferdestall geführt hat, fasst ihre Verwunderung über die öffentliche Diskussion der letzten Zeit zusammen: „Es ist bemerkenswert, wie das Thema Pferdesteuer Wellen schlägt. Ich hätte nicht erwartet, dass es eine so starke Lobby und einen solchen Zusammenhalt zwischen den Pferdeleuten gibt.“

„Pferdeleute“ sagt sie. Das hat sie schon gelernt bei Ihren Recherchen. Denn das Thema betrifft bei weitem nicht nur die Reiter. Da sind die Stallbetreiber, Reitlehrer, Tierärzte,  Schmiede, Handwerker, Futterhändler… Pferdehaltung ist ein Wirtschaftsfaktor für die Region. Und die Pferdeleute wehren sich gegen die Einführung der Pferdesteuer, die die Länder den Gemeinden zur Sanierung ihrer maroden Finanzsituation empfohlen hat. Das hat seinen Grund.

 Der Totilas Schaden oder kein Licht im Offenstall

Deutschland war immer ein Pferdeland. Mit großartigen Pferden und bemerkenswerten Reitern. Mit großen Reitlehrern, die internationalen Ruf erwarben. Das Pferd in der deutschen Kunst und Literatur zeugt von der tiefen Verbundenheit der Deutschen mit ihren Pferden. Pferde sind Kulturgut. Reiten ist Breitensport. Wer immer die Idee mit der Pferdesteuer ausgeheckt hat – und das passiert alle Jahre wieder – unterliegt dem Totilas Syndrom. Wenn heute die nichtreitende Öffentlichkeit etwas über Pferde erfährt, so dreht es sich immer um den großen Reitsport. Oder um große Skandale. Und dann ist die Rede von Pferden, die Millionen wert sind und die ihren Besitzern Millionen einbringen. Auf dem Parcours oder der Rennbahn.

Welcher durchschnittliche Nichtreiter hat beim Thema Pferd schon die beiden 20jährigen Mädchen im Auge, die abends im Dunkeln nach der Arbeit Hunderte von Litern Wasser in ihren kleinen Offenstall ohne Wasseranschluss und Elektrik schleppen?

 Der Mythos vom reichen Reiter oder Gummistiefel im Winter

Rennpferde, Turnierpferde und ihre Reiter sind die Spitze eines Eisbergs. Reiter sind heute vor allem Freizeitreiter und nennen sich bewusst so. Die Definition beinhaltet – unter Abdeckung einer Vielfalt von Reitweisen – vor allem ein gemeinsames Verständnis vom Partner Pferd. Dazu gehört eine artgerechte Haltung ebenso wie die Sichtweise des Pferdes als Freizeit-Partner in einer Partnerschaft, in der die Bedürfnisse aller Beteiligten gleichermaßen berücksichtigt werden.

Wer heute bei einem Freizeitreiterstall vorfährt, dürfte sich als erstes über die Ansammlung von vom Alter gekennzeichneten Kleinwagen wundern, deren Rücksitze Pferdedecken und Hundehaare zieren. Das sind die fahrbaren Untersätze von Leuten, die für die Tierarztrechnung abends zusätzlich in der Kneipe kellnern, deren Winterjacken schon 5 Jahre alt sind, die Pferdedecken aber neu.  Die in den letzten Jahren ihren Urlaub im Stall statt auf Mallorca verbracht haben.

Deutsche TV Produktionen verbreiten immer noch gerne das Bild des Reiters, der mit glänzenden Stiefeln und blitzender Karosse vor dem Stallgrün vorfährt und sein fertig gesatteltes Pferd vom Stallknecht entgegen nimmt. Glänzende Stiefel? Für einen jugendlichen Reiter ist der Erwerb der ersten Lederreitstiefel ein von sämtlichen Verwandten finanzierter Höhepunkt seiner Karriere. Nach Jahren bitterer Schmerzen beim Auftauen der Füße, die in Gummistiefeln erst Stunden im Schnee herumgestapft sind, um dann bei der Fahrradfahrt heim vom Stall endgültig dem Kälteschock zu erliegen.

 Pferdemenschen oder warum Weihnachten nicht wichtig ist

Aber egal! Solche Widrigkeiten gibt es viele im Leben eines Reiters. Irgendwann kurz nach der Pubertät entscheidet sich ein Mensch dazu „Pferdemensch“ zu werden oder eben nicht. Ein Pferdemensch ist danach für den Rest seines Lebens unheilbar vom „Bazillus Cavallus“ befallen. Und nimmt dafür so ziemlich alles auf sich. Weil dieser Bazillus nämlich etwas mit Liebe zu tun hat und einer tiefgehenden Faszination. Wie passiert das?

Pferde sind in hohem Maße persönlichkeitsbildend. Anders als Hund oder Katze sind Pferde Fluchttiere. Hochsensible, auf ihre Umwelt ungeheuer fein reagierende Geschöpfe. Sie spiegeln ihr Gegenüber – im Umgang wie beim Reiten. Wer in Eile ist oder übellaunig, unruhig oder mit sich unzufrieden, wird mit seinem Pferd kein Stück weiterkommen. Oder wie es einer der großen hessischen Rittmeister früherer Zeiten, Rudolf Binding, formuliert: „Das Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie. Es spiegelt dein Temperament. Es spiegelt auch seine Schwankungen.“ Und: Wer geradeaus will, wer das Leben sucht, wer Gebieter ist, vor allem Gebieter seiner selbst, wer gefasst ist und in sich gesammelt, wer sich vertraut und klaren Geistes ist, der mag wohl gut reiten.“ Der Umgang mit dem Pferd führt unweigerlich zur Entdeckung und Erkenntnis seiner selbst, gefolgt vom Erlernen der Selbstkontrolle und dem Gefühl tiefen Respekts und Dankbarkeit dem Wesen gegenüber, das dies ermöglicht hat.

Pferde sind keine Tennisschläger, die man in die Ecke wirft, wenn man gerade keinen Bock mehr auf den Sport hat. Und Reiten findet nicht in einer geheizten Turnhalle statt. Pferde wissen nichts von Weihnachten und Geburtstagen. Winterkälte und Sommerhitze ändern nichts an ihren Grundbedürfnissen: Pflege, Futter und Bewegung. Reiter sind Draussen-Menschen. Sie wissen an jedem Tag sehr genau wie das Wetter ist. Und die Geburtstags-Party startet erst, wenn das Pferd versorgt ist. Verantwortung bis zur Hingabe ist ein weiteres gemeinsames Kennzeichen von Pferdemenschen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

 Ein großes Herz und wie man es bekommt

Aber es gibt noch mehr zu lernen mit dem Partner Pferd. Was, das kann man z.B. am „Abend der Vereine“ bewundern, der einmal im Jahr im Rahmen des Frankfurter Festhallenturniers stattfindet. Die Mitglieder lokaler Reitvereine zeigen in einem Schaubild, was sie können. Hier sind die Freizeitreiter unterwegs, mit einem bunten Rassemix von Warmblut über Haflinger bis Shetland Pony. Überwiegend sind es Kinder und Jugendliche, bis zu fünfzig Mitwirkende hat ein solches liebevoll gestaltetes Schaubild. Wer nicht das Glück hat, ein Pferd zu reiten, der läuft, tanzt, singt und musiziert.

Es bewegend zu sehen, was dort in der Arena geleistet wird. Man denke nur einmal daran, was es bedeutet, die Kostüme und Utensilien zu organisieren: leihen, erbetteln, Sponsoren suchen… Und Dutzende von Stunden nächtlicher Näh- und Bastelarbeit binden Angehörige und Freunde aller Beteiligten ein. Obwohl die reiterischen Leistungen durchaus überzeugend sind, ist etwas anders viel bedeutender: Auf einer so großen Fläche, unter dem Scheinwerferlicht der durchaus respekteinflößenden und eindrucksvoll festlichen geschmückten Festhalle, unter Hunderten  wachsamer Augen eine 10minütige Choreografie sauber zu spielen, das verlangt einen ungeheuren Einsatz von Mensch und Tier. Das Herzklopfen übertönt fast die Musik. Es ist ein ständiges über seinen eigenen Schatten springen. Aber die Erfahrung ist einzigartig und lehrreich. Hierfür haben alle wochenlang geübt, ob fünf oder fünfzig Jahre alt. Und sie haben viel dabei gelernt. Zum einen, wie es ist, ein Teil einer Gruppe zu sein, die perfekt miteinander funktionieren muss. Die auch die Jüngsten, Schwächsten, Gefallenen, Stolpernden und Falschreiter wieder aufsammelt und mit sich trägt. Die weiß, dass man nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Und eine weitere Erfahrung: Disziplin. Selbst die Kleinsten wissen, dass es bei der Arbeit mit Pferden nicht hilft, in Panik zu verfallen. Nur Ruhe und Kontrolle helfen in verzwickten Situationen weiter. Dafür gibt es immer viele schöne und mutige Beispiele zu sehen.

Was für ein großes Herz muss das kleine Mädchen auf dem schnellen, recht wild dreinschauenden Shetland Pony haben, wenn es mitten in dieser riesigen Arena eine Reihe von Pferden für einen Sprung anführt, wohl wissend, dass die folgenden Reiter von ihrer Leistung abhängig sind!

Apropos Shetland Pony – diese und andere Winzlinge unter den Pferden sind oft die Lieblinge und Stars vieler Vereine und vor allem der allerjüngsten Reiter! Von nun an sollen die nächsten 10 Jahre eines solchen Winzlings die Gemeinde um bis zu 7.500 EUR bereichern.

Eine Gemeinde wundert sich oder die Entfernung zwischen Mensch und Politik

Pferdebesitzer sind demographisch so unterschiedlich wie nur was. Wohl keine Gemeinde hätte zum Thema Pferdesteuer erwartet, sich plötzlich einer solchen Lobby gegenüber zu sehen und einer so breiten öffentlichen Diskussion ausgesetzt zu sein. Da mussten bei der öffentlichen Sitzung zur Abstimmung über die Pferdesteuer zunächst  zusätzliche Stühle besorgt werden, um den 350 Reiter aus dieser und den umliegenden Gemeinden Platz zu schaffen, die gekommen waren, um zu protestieren. Die folgende Abstimmung fiel im Übrigen gegen die Pferdesteuer aus. Die für die Prüfung des Antrags zuständige Dame aus der Nachbargemeinde sah sich mit Hunderten von E-Mails täglich konfrontiert, die nicht immer sachlich blieben.

Als es dann so aussah, als würde sich die Schlacht um die Pferdesteuer genau in dieser hessischen Gemeinde entschieden, tauchten die Fernseh- und Zeitungsleute auf. Und der Anteil an Sendezeit und Berichterstattung fiel für die Gemeindevertreter eher dürftig aus. Kopfkratzen! Wie konnte das sein?

Die Gemeinsamkeiten der ansonsten sehr unterschiedlichen „Pferdemenschen“ haben wir hier betrachtet. Dass sie auch gemeinsam aufstehen können, haben sie bewiesen. Im Internet gibt es Aktionsbündnisse und Unterschriftensammlungen. Alleine in Facebook halten mindestens fünf Gruppen alle Interessierten ständig auf dem allerneuesten Stand. In dieser Szene passiert nichts, was den wachsamen Beobachtern entginge. Sämtliche Verbände unterstützen die Initiativen und Aktionen gegen die Pferdesteuer. Mit Anschreiben an die Gemeinden und sachgerechten Argumenten. Und mit der Zusage anwaltlicher und finanzieller Unterstützung im Falle von Prozessen. Denn selbst mit der Entscheidung für die Pferdesteuer in einer Gemeinde wäre das Thema noch lange nicht beendet. Gibt es da doch den Paragraphen 62 a in den Landesverfassungen, der da lautet: „Der Sport genießt den Schutz und die Pflege des Staates, der Gemeinden und Gemeindeverbände.“Schon lange haben Anwälte Klageschriften in der Schublade liegen.

Aufwand gegen Nutzen – Kulturgut oder Steuerobjekt

Natürlich zählen vor allem auch wirtschaftliche Argumente. Wer oder was soll denn hier eigentlich besteuert werden? Das Pferd, das Reiten, der Reiter? Klar, das Pferd. Aber wie steht es mit der Steuer auf Schulpferde, Therapiepferde, Zuchtstuten, Fohlen? Ausnahmen? Ok. Und was ist den alten, nicht mehr reitbaren, kranken und Beistellpferden? Wer wird sich ihr Wohlergehen noch leisten können? Alle Ausnahmen einmal definiert und abgezogen, was bleibt? Und was kostet es, die Ausnahmen zu definieren und ständig zu überprüfen?

Es gibt in Deutschland keine zentrale Registraturstelle für Pferde. Gerne möchte man die Betreiber der Pensionsställe zur Einziehung der Steuer heranziehen. Was ist aber mit den zahllosen kleinen Offenställen, die an jeder Ecke des Landes wie Pilze aus dem Boden schießen? Was ist mit dem Nachvollziehen von Besitzerwechseln? Wie viele Reiter, die ja sowieso nicht in der Gemeinde wohnen, werden mal eben über die Gemeindegrenzen auswandern? Der wirtschaftliche Verlust der Stallbetreiber führt für die Gemeinde zu Einkommens- und Umsatzsteuerverlusten. Auch wenn Reitsport nicht mehr elitär ist, so gibt es doch weit mehr Fußballer als Reiter. Rechnet sich das Einkommen über die Pferdesteuer überhaupt gegen den Aufwand, sie zu erheben und die durch sie verursachten wirtschaftlichen Schäden in vielen Wirtschaftsbereichen der Gemeinde?

Sind unsere Pferde Kulturgut oder Steuerobjekt? Wie gut durchdacht ist diese Geldbeschaffungsmaßnahme? Wem nutzt und wem schadet sie? Wäre es nicht gerade in der heutigen Zeit unverantwortlich, auch nur einem Jugendlichen die Chance zu nehmen, das zu lernen, was der Umgang mit dem Pferd ihn lehren kann? Welcher andere Sport beeinflusst in so positiver Weise die Persönlichkeitsbildung und lehrt soviel Verantwortung, Mitgefühl, Disziplin und Lebensfreude? Und fördert, was wir allen Heranwachsenden und vor allem unseren Politikern so sehr wünschen: ein großes Herz.

50 Antworten auf „Ein großes Herz oder warum manche Liebe wehrhaft macht! Hinterlasse einen Kommentar

  1. Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Mich als aktiven Pferdemenschen hat es unheimlich gefreut dies zu lesen 🙂
    Und ich stimme zu – nichts gibt mir in meinem Leben mehr als mein Pferd (neben meiner Familie).

  2. Vielen Dank für diesen realistischen Blick auf die Pferdewelt…….. Das Pferd berührt uns schon Jahrtausende und hat uns zu dem gemacht wer wir heute sind. Auch in der Therapie darf es nicht mehr fehlen. Seit über 10 Jahren begleite ich mit meinen Pferden – Menschen mit den verschiedensten Störungsbildern und ich kann fast täglich von kleinen Wundern berichten. Was würde denn passieren wenn es nun diese Pferdesteuer gäbe – ganz einfach – solche Reittherapiebetriebe die mit Herzblut und viel Engagement sich der Mensch-Pferd-Beziehung verschrieben haben – würden verschwinden. Denn welcher Patient sollte denn die exorbitanten Mehrkosten tragen können?????? Herzliche Grüße aus dem Taunus von Petra Henke http://www.islandpferde-reittherapie.de oder http://www.freudenschimmer.de

  3. so weit ich gehört habe, stehen 750 euro pro jahr im raum. richtig?
    interessieren die besserverdiener oder bauern, die sich so a viech für ihre enkelkinder zulegen? ich denke nein. sie werden höchstens solidarisch mit den anderen mitjammern! die elementare frage ist eher, müssen arbeiter, normale kaufmännische angestellte, kinder oder studenten pferde haben? ich lasse die frage an der stelle von meiner seite her mal unbeantwortet…wer es sich finanziell zutraut, soll dieses hobby ruhig ausüben. alle anderen sollten es einfach lassen! beim auto-, motorrad- oder hauskauf/-bau wird vorher i.d.R überlegt, bei einem pferd nicht. wo ist da wohl der denkfehler?!

    • Die Frage ist durchaus berechtigt, ob man Pferde haben sollte, wenn man es sich nicht leisten kann. Und sicher gibt es viele, die die Kosten nicht einschätzen können. Dennoch ist ein Pferd im Gegensatz zu Motorrad/Auto ein Lebewesen und alleine deswegen schon anders zu sehen. Viele Reiter haben „ihr“ Pferd mit sehr geringem finanziellen Backround gekauft und wenn da jetzt 750,- Euro pro Jahr draufkämen, würde das für viele Reiter, aber auch andere, damit verbundene Berufe, eine so hohe Belastung bedeuten, dass sie die Pferde nicht mehr halten könnten. Klar, dann soll man den Gaul halt verkaufen, wirst du vermutlich sagen.
      Aber – abgesehen von der emotionalen Bindung zu so einem Pferd – man verkauft Pferde eben nicht so einfach. Bei jungen Tieren mag das noch gehen, aber bei älteren wird das immer schwieriger, denn je älter Pferde werden, desto teurer werden sie in aller Regel. Man könnte sie natürlich verschenken, aber da ein Pferd in jedem Monat Kosten verursacht, ist auch das schwierig, zumal bei son einer Steuer zu erwarten wäre, dass die ohnehin schon knappen Möglichkeiten völlig überlastet würden. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Lebewesen es einfach nicht verdient hat, am Ende seines Lebens in so eine Situation zu kommen.

      • Recht hat Markus. Ich kenne zwar auch ein paar „Schönrechner“, aber die meisten wissen schon, was sie tun, wenn sie ein Pferd anschaffen. Nur – eine solche Partnerschaft dauert lange Jahre und das Leben ist nicht immer planbar. Und ein Pferd „im Notfall“ „loswerden“? Mal völlig abgesehen von den emotionalen Faktoren ist das nicht so einfach. Wer kauft – bei reichlich Angebot auf dem Markt – ein Pferd, das älter ist, Verhaltensproblemchen hat, öfter mal krank war oder sogar wg. laufender Tierarztkosten nicht mehr haltbar ist? Bei den laufenden Kosten, die ein Pferd verursacht, ist der Kaufpreis oft eine zu vernachlässigende Größe.

        Dass das ein Pferd ein Lebewesen ist und die emotionale Bindung dann doch eine andere ist als wenn man „sein Auto liebt“, führt wohl dazu, dass viele Pferde am Rande des finanziell Machbaren gehalten werden. Und das Pferdesteuer gerade für alle die Reiter und Pferde, denen es ungeplant nicht so gut geht, ein großes Thema ist.

    • Die meisten Pferdemenschen haben kein eigenes Pferd sondern teilen sich Schulpferde oder Reitbeteiligungen an Privatpferden. Reiten und der Umgang mit Pferden ist etwas, das im Gegensatz zu Autofahren oder Wohnen im Einfamilienhaus, schon ab frühester Kindheit fördernd für Geist, Körper und Seele ist. Das ist der entscheidende Unterschied. Wer mit 50 erst anfängt sich mit Pferden zu beschäftigen, weil er es sich eventuell dann leisten kann, hat 50 Jahre seines Lebens verpasst.
      Der Gedanke Menschen Steine in den Weg zu legen, weil es einem selbst an Empathie fehlt, die emotionale Bindungen mit anderen Lebewesen zu verstehen, ist menschenverachtend.
      Und die Tiere wurden alle vor der Pferdesteuer angeschafft. Sollen sie und die Menschen, die sich an ihnen erfreuen für die Misswirtschaft von Ländern und Kommunen zahlen? Nein, das sollen die Misswirtschaftenden mit ihrem Privatvermögen. Wenn die Pferdesteuer eingeführt wird, werden am Ende so oder so die Gemeinden dafür zahlen, denn wenn Jugendliche nicht mehr reiten, fahren, voltigieren oder einfach nur sozial eingebunden sein können, dann müssen sie sich eben aus Frustration und Ungerechtigkeitsempfinden an BMWs und anderen Symbolen der sozialen Ungerechtigkeit in diesem Land austoben. Es sollte eben nicht Geld sondern Wissen über den Umgang mit einem anderen Lebewesen entscheiden.

    • @ Bernie:
      (…) die elementare frage ist eher, müssen arbeiter, normale kaufmännische angestellte, kinder oder studenten pferde haben? (…)

      Was für eine Frage: natürlich nicht! Nur anormale kaufmännische Angestellte und gelangweilte Gattinnen von gutverdienenden Börsenmaklern sollten Pferde haben dürfen.
      Der Rest gehört eh zum Prekariat und sollte sich im Sumpf der Erfolglosigkeit suhlen und sich auf Immer selbst geißeln.
      DIE elementare Frage, worum es bei dem Thema „Pferdesteuer“ geht, haben Sie noch nicht verinnerlicht: es geht darum, dass hier Gemeinden Türen und Tore geöffnet werden sollen, die – selbst verschuldeten! – finanziellen Engpässe mittels eine willkürlich auf eine vermeintlich wohlhabende Gruppe – die der Pferdebesitzer – zu erheben.
      Die Kolatteralschäden, die mit dieser Steuer verbunden wären halte ich für enorm.
      Deswegen sage ich: wehret den Anfängen! Ich will im Wald nicht immer nur schlecht reitende gelangweilte Hausfrauen auf unbeherrschten Arabern begegnen!

  4. Ist ein toller Artikel. Ich stimme den Ansichten voll zu. Die Gemeinden und auch die Politiker sollten sich eine Scheibe davon abschneiden und mal ein bißchen weiter denken.

  5. Sehr schön geschrieben, wir alle zahlen mit, für Fußballplätze, die auch wichtig sind , doch wer zahlt den Reitern eine Halle oder Platz?????

  6. Dieser Artikel ist großartig und spricht wohl allen Pferdeliebhabern und -besitzern aus der Seele. Er zeigt aber gleichzeitig auch, dass die Medienvertreter ihrer Pflicht endlich gerecht werden sollten und das falsche Bild der Reiter in der Öffentlichkeit gerade rücken sollten.
    Und bezogen auf Berni:
    Das kann nur jemand sagen, der mit Pferden so gar nichts am Hut hat. Denn dann wüßtest Du auch, dass ein sehr großer Teil der Reiter gar kein eigenes Pferd hat und diese Steuer über den Reitbeteiligungsbetrag mittragen müssen. Die Kosten für die Pferdehaltung sind in den letzten Jahren in die Höhe geschossen, was schon ohne die Steuer schmerzhaft in der Geldbörse zu spüren ist. Da Pferde nun einmal länger leben als nur läppige 10-15 Jahre wie Hund oder Katze, wurden viele Pferde noch zu guten finanziellen Zeiten angeschafft. Und wie im Artikel schon beschrieben, kann ein Pferd nicht einfach in die Ecke gestellt werden, nur weil es gerade unbequem oder zu teuer geworden ist.

  7. Vielen Dank für diesen schönen Artikel – er spricht mir ganz und gar aus der Seele! Auch ich bin jemand, der seit Jahren tagtäglich bei Wind und Wetter mit Rad oder Bus zum Stall fährt und das Pferd in Gesundheit und Krankheit stundenlang hegt und pflegt. Leider interessiert das Herzblut, das an unseren Pferden hängt, die meisten „Normalos“ nicht.
    Wenn wir Freizeitreiter unser „Hobby“ aufgeben müssen, dann werden etlichen Tierärzten, Hufschmieden, Sattlern, Futtermittel- und Reitartikelherstellern die Lebensgrundlagen genommen – ich wage zu behaupten: den meisten wird es so gehen!
    Die Schönrechnerei der Steuerbefürworter wird nicht aufgehen: Ein Großteil wird sie nicht zahlen können, die Pferdeberufe gehen verloren: Keine Geldeinnahmen und mehr Arbeitslose.
    Zum Betrag „warum man sich ein Pferd hält, wenn man es sich nicht leisten kann“: Im Prinzip ist es wie mit dem Auto: Eigentlich kann ich es mir ganz gut leisten. Aus Kostengründen (weil ja alles teurer wird, der Lohn aber nicht mitzieht) wurde auf einen Diesel umgestiegen. Fahre ich diese Tage an die Tankstelle, bekomme ich einen kleinen Herzinfarkt, der Umstieg hat nichts gebracht (ausser höhere Steuern). Den Preis muss ich wohl oder übel zahlen wenn ich zur Arbeit möchte um meine Brötchen zu verdienen, denn ich wohne (günstiger) auf dem Land.
    Sind wir kleinen Leute nicht die Säulen der Gesellschaft? Halten wir den ganzen Apparat nicht am Laufen? Wir liegen dem Staat nicht auf der Tasche, sondern arbeiten, konsumieren und zahlen brav alle Abgaben. Warum will man uns das Leben so schwer machen? Warum nun zusätzlich zu etlichen Steuern und einem der höchsten Lohnsteuersätze in Europa auch noch solch eine zerstörerische Steuer?
    Die Verantwortlichen sollten sich besser mal ein Beispiel an uns Pferdeleuten nehmen: Haushalten, Sparen, nicht unüberlegt Kaufen und nur in die wirklich wichtigen Dinge investieren!
    Ein ähnlicher Blödsinn waren ja die Studiengebühren… Einfach ist die Entscheidung immer, wenn man nicht selbst betroffen ist und die Augen vor der Realität verschließen kann.

    • Treffender kann man es wohl nicht in Worte fassen. Sehr muehevoll geschrieben, kommt gut an. Hoffentlich lesen es die richtigen Leute und machen sich mal ein paar Gedanken darueber.

      Liebe Gruesse aus Portugal, einem Land, wo der Staat noch richtig Geld auf den Tisch legt, damit seine Pferderassen nicht vom Erdball verschwinden (vielleicht sind wir ja deswegen kurz vor dem „Verlumpen“).

      Eveline Gonçalves Gomes

  8. Ein Super-Artikel zum Thema Pferd und Pferdesteuer.

    Für ein Pferd könnte ich mir wohl die Pferdesteuer leisten. Dann würde ich noch ein bisschen Training ausfallen lassen, damit ich auch mit den höheren Preisen im Stall hinkomme.

    Was mache ich aber mit meinen beiden Pferden, die nicht mehr geritten werden. Meine Stute ist 11 und durch ein Augenleiden sehr schreckhaft, so dass ich sie nicht mehr reite. Mein Pony ist 18 und bekommt seit er 2,5 Jahre alt ist, hier bei mir sein Gnadenbrot (lange Geschichte, die gibt es zu lesen in meinem Pferdeland…). Ich habe die Pferde bei mir zu Hause und ich könnte sie mir dann nicht mehr alle leisten… …mit gruseln denke ich an eine Zukunft mit Pferdesteuer. Was bleibt einem bei alten und kranken Pferden? Der Weg zum Schlachter/Tierarzt?

    Außerdem reite ich hier in der Gemeinde nicht aus, da es kaum schöne Reitwege gibt. Meist fahre ich zum Trainingsstall und reite dort mit anderen aus. Die Pferdesteuer würde ja nicht für den Ausbau von Reitwegen genutzt… …wahrscheinlicher ist es, dass die Steuer zum Stopfen von anderen Finanzlöchern genutzt werden würde…

    Tja, ich kann nur hoffen, dass das Pferdeland Niedersachsen keine Pferdesteuer erhebt…

    Liebe Grüße… 🙂

  9. Volltreffer! Toll geschrieben, alles drin! Ich hoffe, er bewirkt, dass die Politiker nachdenken und die Pferdesteuer endgültig vom Tisch ist!

  10. Berni,
    eine Pferdesteuer und eine Autosteuer kann man hier doch nicht vergleichen. Autosteuer kostet im Jahr ca. 20-300 euro je nachdem. Pferdesteuer soll im Jahr ca. 750 Euro kosten, wo ist hier der Vergleich???? Das Pferd verunreinigt nicht die Umwelt, wie ein Auto.
    Ich kenne viele, die sich ihr Pferd hart erarbeiten um die laufenden monatlichen Kosten liegen zu haben, weil es eine Lebenseinstellung und eine große Liebe ist!
    Mit der Pferdesteuer unmachbar!
    Wird es wie in einigen angrenzenden Ländern dann in Deutschland die Straßenpferde geben, weil sie nicht mehr gehalten werden können und sich kein Käufer findet?
    Bekommen Pferde bald ein amtliches Kennzeichen an den Schweif gebunden um nachzuweisen das sie angemeldet und versteuert sind???

    Erklär das mal dem kleinen Mädchen von neben an, wenn ihre alleinerziehende Mutter die Reitstunden nicht mehr bezahlen kann weil die Steuer diese in die Höhe schießen lässt.

    Wird in Deutschland demnächst die Hobbysteuer generell eingeführt?

    Ich finde es traurig, was aus Deutschland wird. Selbst das kleinste bisschen Freiheit und Lebensgefühl soll den „Pferdemenschen“ (ich zähle dazu) noch genommen werden!

    • du sprichst mir aus der Seele. Was wir tun können? uns das auf keinen Fall gefallen lassen. Unterschriften sammeln und bei Gemeinden, Komunen beschweren und vor allem nicht locker lassen wenn dies spruchreif wird! Es liegt letztendlich an jeder Gemeinde selbst ob die Pferdesteuer eingeführt wird.
      Leider gibt es ja schon die Hundesteuer und als diese eingeführt wurde, scheint keiner sich beschwert zu haben. Das „einfach HINNEHMEN“ werde ich nicht akzeptieren!

  11. Tja, Deutschland, dazu fällt mir langsam nur noch „Auswandern“ ein. Super Text.
    Ach und „Herz“ und Verantwortungsgefühl, wozu es lernen, es wird uns ja von oben nicht vorgemacht, nur, dass es nichts bringt, im Prinzip.

  12. Es war ja nur eine Frage der Zeit wann man die nächste Melkkuh finden würde. Vor einigen Jahren musste mein alter Geländewagen schon den Weg nach Afrika antreten, da fand man heraus das die „Kombinationsfahzeugbesteuerung“ ja nur zum Vorteil des Bürgers war. Rabautz, ohne Rücksicht auf Verluste. Und genau so läuft es jetzt wieder. Das Schreckliche daran, es handelt sich um „besteuerte“ Lebewesen die eventuell den Weg in die Tiefkühltruhe antreten müssen weil man sich diese Steuern nicht leisten kann.

  13. Wunderbarer Artikel. Alles drin, was zu sagen ist.
    Ich persönlich glaube übrigens nicht, dass sich die Pferdesteuer durchsetzen wird. Nirgendwo.
    Da müssten sich befürwortende Kommunalpolitiker als solche outen, aus der Anonymität einer geheimen Abstimmung ans Licht treten. Und das in einer kleinen Gemeinde? Wo eben jener beim Bäcker den Vorsitzenden des örtlichen Reitvereines trifft? Oder auf dem Stuhl des pferdebegeisterten Zahnarztes sitzt?
    Und das alles wegen einer Steuer, die noch dazu nur zweckgebunden verwendet werden darf?
    Selbst wenn irgendwer irgendwo so eine Steuer umsetzt: die Mitarbeiter der Gemeinde dürften mit den Widersprüchen gegen einen Gebührenerlaß gut beschäftigt sein – und die Nachbargemeinde, außerhalb des Geltungsbereiches der Pferdesteuer, wird mit den Heubündeln wedeln und sich über jeden neuen Pferdebesitzer freuen. Und über die neuen Tierarztbesuche. Und die häufige Anwesenheit des Hufpflegers, der Tiertherapeuten, des Pferdezahnarztes und und und. Der ganze „Rattenschwanz“, der halt an so einem „Luxusgut“ dran hängt.
    Der kleine Reitsportartikelladen in der steuerbelegten Gemeinde wird wohl schließen, die Kneipe, in der die Reiterschaft später so gerne noch ein Bierchen gezischt und ne Kleinigkeit gegessen hat, wird auch Probleme bekommen.
    Auch ein „Rattenschwanz“ – diesmal der, der an so einer idiotischen Steuer hängt.
    Bleiben wir wachsam, treten wir solchen Plänen schon im Ansatz entgegen, wehren wir uns. Aber, lassen wir uns nicht verrückt machen!

  14. Wir zahlen Autosteuer. Autos benötigen Straßen, Parkplätze, belasten die Umwelt, sind völlig unökologisch… Der Staat stellt die Straßen, Parkplätze… Ist o.k. (mehr oder weniger… ;-))!Dankeschön, lieber Staat.

    Wir zahlen Hundesteuer. Hunde benötigen Natur, die nicht mehr in ausreichendem Ausmaße vorhanden ist, es viel zu viele Hunde gibt. Hunde benötigen Fleisch. Hunde benötigen Auslauf. Hunde setzen Kot ab, wo es ihnen einfällt. Hunde sind unökologisch… Der Staat stellt…??? Ausläufe? Macht Hundekot weg? Nein! – oder doch?? Ha: Er stellt Tütenständer auf, damit wir selbst den Kot wegmachen! Dann doch lieber keine Steuern und Tüten selber kaufen. Ist billiger…

    Wir sollen Pferdesteuer bezahlen. Pferde benötigen viel Platz für Stall, Reithalle, Reitplatz, Weiden, Futterherstellung… ist schon der Wahnsinn! Pferde sind also ebenfalls völlig unökologisch, allerdings ist ein natürlicher Kreislauf des Ganzen leicht möglich. Reiten dürfen wir auch nicht überall. Ist verboten (hessisches Waldgesetz und so…). Der Staat stellt: Nichts.

    Katzensteuer? Hm. Das wäre doch mal interessant und fair. Zumindest in anbetracht der Tatsache, dass der Staat auch hierfür nichts tut.

    Radfahrersteuer: Das fände ich wirklich gut. Radfahrer behindern einen sehr oft auf den Straßen, für die ich als Autofahrer Steuern bezahle. Ihr Verhalten ist auch ansonsten unbeschreiblich. Sie sind allerdings nicht wirklich unökologisch. …mal von der Tatsache abgesehen, dass der gemeine Radfahrer im Traum nicht daran denkt, den Einkauf oder sonstige lebenswichtige Dinge mit dem Rad zu erledigen sondern einzig und allein zu seinem privaten Freizeitvergnügen mit dem Rad den übrigen Verkehr stört. Der Staat baut Radwege, Fahrradständer (zum „parken“)… Das ist ja wirklich SEHR nett vom Staat!

    Werden in Zukunft mit der Pferdesteuer die Radwege finanziert?

    Wo ist Robin Hood? Wir sollten ihn suchen…!

    • @ ich1234

      Sie führen in Ihrem Beitrag viele Argumente auf, die – jedes für sich betrachtet – akzeptabel sind. ABER: Sie vermischen Verbote und Gebot, wenden sich in Ihrer berechtigten Kritik zur Pferdesteuer an „den Staat“ – Sie wissen, wer der Staat ist?, führen interessante „Steuermodelle“ wie Katzen- und Radfahrersteuern ins Feld.
      Alles unter dem Gesichtspunkt: „Wenn wir für unsere Pferde zahlen müssen, sollen die, die keine Pferde haben, auch zahlen“.
      Ihre Argumentation ist für mich sehr verständlich, aber: wir wenden uns hier konkret gegen die Einführung einer „Pferdesteuer“ und Objekt unseres Widerstandes muß der Pferdehalter, der Pensionsstall, die Reitschule etc. sein. Ein Verweis ala „Radfahrer und Katzenbesitzer zahlen ja auch nix“ ist wenig zielfördernd.
      Wir argumentieren ja nicht „wenn wir zahlen müssen müssen die Katzen- und Hundebesitzer auch zahlen“.
      Wir müssen in unserem Widerstand gegen die Pferdesteuer aktiv die positive Ausstrahlung, die Faszination unserer Pferde einsetzen und den Unkundigenerklären. Wir müssen den menschen das Pferd näher bringen, ihnen erklären, das ein Pferd kein „Luxusgut“ ist, dass wir Pferdehalter mit unseren Zahlungen für diesen „Luxus“-Pferd viel Geld für die kommunalen Kassen einbringen.
      Wir brauchen für unseren Kampf gegen eine „Pferdesteuer“ breite Unterstützung – egal wo, egal in welcher Gemeinde, Kommune oder Landkreis.
      Dafür müssen wir Pferdefreunde Werbung machen für und MIT unseren Pferden.
      Z.B. – was selbstverständlich sein sollte – bei einem Ausritt und der Begegnung mit Spaziergängern im Gelände – durchparieren und/oder anhalten.Ein freundliches „Hallo“ oder „Moin“ und schon ist das Eis gebrochen.
      Ich habe es oft erlebt, das Spaziergänger dann auch stehen blieben, respektvoll mein Pferd angeguckt haben und…….*rumdruckst* gefragt haben“ Darf mein Sohn das Pferd mal streicheln?“. Es hat sich dann oft noch ein nettes Gespräch mit „Aufklärung ergeben.
      Naja, lange Rede kurzer Sinn, meine Meinung:
      1. Es liegt an uns Reitern, Sympathien zu sammeln
      2. Es wird keine Pferdesteuer geben.

      Es wird auch keine Katzensteuer geben.
      Falls doch, werde ich radikal und fordere ne „Powerwalking-Steuer“ und eine „Mountainbikersteuer“.
      Was diese „Sportgruppen“ an Flurschäden und Ärgernissen so hinterlassen…
      Was solls: wir könnten alle gut miteinander leben.
      In diesem Sinne: allzeit einen guten Ritt.

  15. Reblogged this on Projekt Cookie und kommentierte:
    Ich danke für diesen Artikel, der alle meine Gedankengänge über die Pferdesteuer so treffend beschrieben hat.
    Hoffentlich lesen sich das auch ein paar Menschen durch, die keine „Pferdemenschen“ sind und erfahren dadurch, was für eine Auswirkung diese Steuer auf die allgemeine Wirtschaft haben wird.

  16. Herzlichen Dank für diesen wunderbar geschriebenen Artikel. Momentan aktuell wie nie. Hab ihn bei facebook gepostet und er wurde schon eifrig geteilt.

  17. Vielen Dank für diesen Klasse Artikel. Auch wenn ich NUR angrenzend an Hessen liege und die Thematik noch nicht soooooooooooo ausgereift im Raum steht, wie in anderen Ländern, verfolge ich es, unterschreibe wo ich kann, damit wir Bayern, gar nicht erst auf die Idee kommen. :-/
    Ich kam zu meinem Pferd wie die Jungfrau Maria zum Kinden. Klaro, hatte ich mein Leblang mit Pferden zu tun, aber ein eigenes und dann noch rohes Pferd, hatte ich mir eigentlich nicht vorgestellt.
    Ich arbeite hart, damit ich mir den Kleinen leisten kann, habe eine Familie, die meine Leidenschaft Gott sei Dank versteht.
    Aus meinem Kleinen wurde ein klasse Reitpferd und ich möchte ihn auf keinen Fall missen und nein, ich habe keine trendy Klamotten ( zum Glück trage ich auf der Arbeit Uniform… 🙂 ) Jeans, Gummistiefel, ne alte Jacke müssen ausreichend sein und jawoll, ich liebe meinen weißen Pain!!!

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